Nasser Saisonstart – Rennbericht zu RMC1

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Rotax Max Challenge 2016, Rennen 1 Mirecourt

Zum Auftakt der Rotax Max Challenge Schweiz 2016 hielt das Wetter für die zahlreich nach Mirecourt angereisten Teams und Piloten eine ganz besondere Herausforderung bereit: Dauerregen! Die Fahrer konterten mit spannenden Rennen und Fahrzeugbeherrschung auf hohem Niveau.

 

Von Frühling war auf der französischen, 1,25 Kilometer langen Kartpiste Mirecourt, bei rund 12 Grad, leichtem Nebel und Dauerregen nichts zu spüren. Umso hitziger agierten die 65 angereisten Piloten beim Auftakt der Rotax Max Challenge Schweiz 2016 auf der Piste und lieferten sich spannende Rennen mit vielen Positionswechseln – Motorsport in bester Manier!

 

Den Tagessieg sicherte sich DD2-Finalsieger Pascal Carigiet in der erneut grossen und starken Klasse der Schaltkarts, den der CRG-Pilot mit der schnellsten Rennrunde unterstrich. Sieger der Kategorie DD2 Master wurde überlegen Vorjahresmeister Alessandro Glauser. In der Kategorie Club siegte Roy Gehrig mit grossem Vorsprung, während sich Richard Müller in der Kategorie Master durchsetzen konnte. Die schlicht in Rotax Max umgetaufte Kateorie Senior konnte Alain Bäriswyl mit sicherem Vorsprung auf seine Verfolger gewinnen. Sieger der Kategorie Junior wurde Titus Schmidli. In der Kategorie Mini konnte sich Agustin Mellors durchsetzen und in der noch kleinen Kategorie Micro holte sich Nils-Enzo Götti seinen ersten Siegerpokal in der jungen Saison.

 

Die noch kleine Kategorie Micro der 8- bis 10-Jährigen, die bei den Mini mitfuhren, war für Nils-Enzo Götti, der seine zweite Micro-Saison in Angriff nimmt, eine leichte Beute. Seinen einzigen Gegner, Ilenio Virga, hatte er jederzeit deutlich im Griff, womit er sich zum jüngsten Sieger des Tages kürte.

 

In der im Vergleich zum Vorjahr erfreulich erstarkten Kategorie Mini scheint das letztjährige Spitzenduell zwischen Mattia Banella und Agustin Mellors seine Fortsetzung zu finden. Diesmal mit umgekehrten Vorzeichen. Mellors setzte sich im Qualifying an die Spitze. Banella, als Zweiter gestartet, ereilte dann im ersten Lauf ein ärgerlicher Ausfall, während Mellors beide Vorläufe souverän gewann. Damit war die Entscheidung für Mellors gefallen, wenngleich sich Banella nicht geschlagen gab und in einer fulminanten Aufholjagd mit schnellster Rennrunde dicht hinter den Sieger bis auf Rang zwei fuhr. Den dritten Finalplatz erkämpfte sich Kai Traub. Eine gute Bilanz mit zwei Podestplätzen in den Vorläufen kann auch Micro-Umsteiger Leandro Virga vorzeigen.

 

Einen souveränen Durchmarsch von der Qualifikation bis zum Finalsieg zeigte Titus Schmidli, der Vorjahreszweite bei den Junioren. Auch die übrigen Podestränge verteilten sich auf wenige Fahrer. Alexander Fach eroberte hinter Schmidli beharrlich die Ränge zwei, während sich Mario Sidler auf den dritten Rang zu abonnieren schien. Nur im zweiten Vorlauf musste sich Sidler von Enzo Giraud geschlagen geben.

 

In der Kategorie Club hatte Roy Gehrig die Nase gegenüber seinen Kategorien-Gegnern stets deutlich vorne. Im Finale nahm er seinen direkten Verfolgern Marco Böttiger und Oliver Going fast eine Minute ab. Seine Überlegenheit unterstrich er mit einer um drei Sekunden schnelleren Rennrunde als der Zweitschnellste.

 

Die zusammen mit der Kategorie Club ausgefahrene Kategorie Master wurde von Richard Müller dominiert. Er sorgte schon im Qualifying für ein Ausrufezeichen und setzte sich vor Mio Milic und Enzo Citta an die Spitze. So ähnlich blieb es bis ins Finale: Müller siegte vor Milic. Nur Citta konnte nicht mitfeiern. Nach einem Ausfall von Citta hüpfte Giuseppe Barone als Dritter aufs Podest.

 

In der nun zur freundlicher klingenden Kategorie Max mutierten einstigen Kategorie Senior setzte sich Alain Bäriswyl höchst endrucksvoll in Szene. Nach einem bescheidenen Qualifying auf Rang neun, kämpfte sich der Mach-1-Pilot unwiderstehlich nach vorne. Die Vorläufe beendete er bereits auf Rang zwei und als Sieger, womit der Finalsieg nur konsequent war. Diesen holte er sich auch mit einem sicheren Vorsprung und der schnellsten Rennrunde. Hinter ihm fuhren die beiden Kosmic-Piloten Nicolas Räber und der letztjährige Junioren-Meister Julien Apotheloz auf die Ehrenplätze.

 

In der einmal mehr top besetzten Königsklasse Kategorie DD2 demonstrierte Pascal Carigiet eindrucksvoll, dass er sich für die neue Saison viel vorgenommen hat. Der Vorjahresvierte glänzte bereits mit der Trainingsbestzeit. Nur im ersten Vorlauf musste er sich Philipp Seewer beugen, danach setzte er seinen Siegeszug unangefochten fort. Im hart umkämpften zweiten Vorlauf siegte er vor Master-Pilot Allessandro Glauser und Michael Biffiger. Im Finale, das er mit sieben Sekunden Vorsprung und der schnellsten Rennrunde gewann, verwies er Seewer und Biffiger auf die weiteren Podestränge.

 

Die im DD2-Feld integrierte Kategorie DD2 Master wurde einmal mehr von Alessandro Glauser dominiert. Logisch, wenn er schon im Hauptfeld mit Rang zwei für Aufregung sorgen kann. Seine Mitstreiter waren jedenfalls immer weit hinter ihm, während sich Glauser erfolgreich mit DD2-Piloten duellierte. Rang zwei bekleidete schliesslich Rinaldo Grämiger. Weiter  itter wurde Pasquale Serratore.

 

Weiter geht’s am Pfingstwochenende in Wohlen mit dem RMC2.

Fotos RMC1

Ranglisten RMC1

One Response to "Nasser Saisonstart – Rennbericht zu RMC1"

  1. Martin Hartmann Posted on 21. April 2016 at 07:43

    Ein tolles Rennwochenende mit einem unrühmlichen Ende:

    Das Rennwochenende von Mirecourt war eine gelungene Veranstaltung. Vielen Dank an dieser Stelle an die Organisatoren.
    Wie sich allerdings gewisse Leute auf dem Rennplatz aufführen ist schon sehr bedenklich.
    So meinte nach der Siegerehrung der Fahrer eines blauen Porsche Cayenne mit Zürcher Kennzeichen, es müsse unbedingt sein, auf der völlig intakten Wiese neben dem unteren Fahrerlager eine Driftshow abziehen zu müssen. Solche Aktionen sind unverständlich und dumm. Dies schadet dem Ansehen unseres Sports und dem Ansehen der Rotax Max Organisation. Darüber hinaus gibt es nun wirklich keinen Grund fremde Grundstücke nur zum eigenen Vergnügen zu beschädigen.

    Martin Hartmann

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