Spannender Herbstauftakt

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Beim vorletzten Lauf zur Rotax Max Challenge Schweiz 2015 lieferten sich die Akteure auf der französischen Kartpiste von Lévier spannende Rennen. Bei durchzogenem Wetter festigten dabei viele Favoriten ihre Meisterambitionen, es gab aber auch Überraschungssieger.

Rotax Max Challenge 2015, Rennen 5, Lévier (F)

 

Die französische Kartpiste von Lévier, der 1172 m lange Circuit de l’Enclos, rund 200 km südwestlich von Basel gelegen, war ein idealer Austragungsort des fünften Meisterschaftslaufs zur Rotax Max Challenge Schweiz. Die schön angelegte Piste bietet ein anspruchsvolles Profil mit vielen technischen, schnellen und langsamen Kurvenkombinationen. Die Teilnehmer boten bei durchzogenen Wetterbedingungen viele spannende Rennen mit harten aber fairen Zweikämpfen.

 

Tagessieger, einmal mehr, wurde Profipilot, Dauersieger und Titelverteidiger Kevin Lüdi, die Speerspitze des Teams Spirit Racing, in beeindruckender Manier. Alessandro Glauser ergatterte sich den Finalsieg in der Kategorie DD2 Master. In der Kategorie Senior war es Michel Biffiger, der sich den Finalsieg sicherte. Bei den Junioren gelang dies Julien Apotheloz. In der Kategorie Club hiess der Finalsieger Sacha Althaus, in der Kategorie Master triumphierte Roger Heiniger vom Team Grämi Power. Bei den Nachwuchspiloten der Kategorie Mini durfte sich Mattia Banella als Sieger feiern lassen, in der Kategorie Micro erhielt Michael Hunsperger den grössten Pokal.

 

In der Kategorie Micro markierte Tabellenleader Shannon Lugassy zwar die Qualibestzeit. Im ersten Vorlauf musste er aber einen Ausfall hinnehmen, an dem er den ganzen Tag knabberte. Im zweiten Vorlauf war nach einer Aufholjagd nur P2 möglich. Im spannenden Finale gab er nochmals alles, aber es sollte trotzdem nicht reichen, mit 2,5 Sekunden Rückstand auf den Sieger musste sich Lugassy mit Rang 2 vor Leandro Virga begnügen. Als strahlender Sieger nach einem super Rennen durfte sich Michael Hunsperger feiern lassen. Nach P2 in der Quali gewann er beide Vorläufe und das Finale, in welchem er sich auch die Zusatzpunkte für die schnellste Rennrunde sicherte.

 

In der Kategorie Mini lieferten sich die beiden Bestplatzierten ein erbittertes Duell um den Sieg. In der Quali deutete Mattia Banella seine Topform mit einer Superzeit vor Jasin Ferati an. Auch in den beiden Vorläufen behielt er die Oberhand über seinen Dauergegner und besiegte ihn zweimal mit einem souveränen Vorsprung. Knapper war die Sache im Finale, wo sich die beiden Streithähne bis in die letzte Runde ein erbittertes Duell lieferten. Ein Rennunfall eliminierte dann Ferati, wonach Banella erneut als Sieger abgewunken werden konnte. Davon profitierte Agustin Mellors, der auf Rang 2 kam und Kai Traub, der den dritten Podestplatz erben konnte.

 

Bei den Junioren hatte Tabellenleader und Titelfavorit Julien Apotheloz alles im Griff und dominierte die Konkurrenz nach Belieben. Nach der Qualibestzeit vor Luana Stanco gewann er die beiden Vorläufe jeweils mit grossem Vorsprung vor Titus Schmidli beziehungsweise Nicolas Raeber. Der erste Vorlauf wurde auf noch feuchter Piste mit Trockenreifen in Angriff genommen. Auch im abgetrockneten Finale gab sich Spirit-Junior Apotheloz keine Blösse und siegte erneut vor Nicolas Raeber und Mario Sidler.

 

In der Qualifikation der Kategorie Club hatte Sacha Althaus die Nase vorne. Daran änderte sich auch nach den Vorläufen nichts. Den ersten gewann er vor Roy Gehrig, den zweiten mit grösserem Vorsprung genauso. Im Finale fuhr Tabellenleader Althaus erneut auf und davon. Roy Gehrig hatte Pech und fiel an den Schwanz des kleinen Feldes. Die Podestplätze eroberten sich Roberto Russo als Zweiter und Cedric Schmid als Dritter.

 

Die Kategorie Master wurde wie schon in 7 Laghi und Vesoul eine sichere Beute von Maranello-Pilot Roger Heiniger vom Team Grämi Power, der mit seinem Finalsieg inklusive schnellster Rennrunde die Führung im Gesamtklassement erneut ausbauen konnte. Trainingsschnellster war Markus Lüscher, der vor Heiniger auch den ersten Vorlauf gewann. Im zweiten Vorlauf wurde Lüscher dann auf P2 relegiert. Auch im Finale kam er nicht über P2, knapp vor Richard Müller, der Dritter wurde.

 

Im Zeitfahren der Kategorie Senior waren es Luca Mühlemann und Tabellenleader Giuliano Cucciolillo, die mit einer um fünf Hundertstel differierenden Rundenzeit auf P1 und P2 den Ton angaben. Im ersten Vorlauf kam dann Michel Biffiger ins Spiel, der hinter Cucciolillo Rang zwei eroberte. Im zweiten Vorlauf setzte der Kosmic-Pilot einen drauf und feierte vor Cucciolillo den Sieg. Einmal vorne, wollte er auch im Finale nicht zurückstecken, sah sich aber erbitterter Gegenwehr von Cucciolillo ausgesetzt. Trotzdem reichte es um drei Zehntel zum Sieg vor Cucciolillo und Jerome Schwab, der vorher ein hartes Duell mit Biffiger ausgefochten hatte. Wiedereinsteiger Stefan Dudler kam nach rund drei Jahren Rennpause auf Anhieb auf Rang 4.

 

In der Kategorie DD2 scheint Kevin Lüdi in einer anderen Liga zu fahren. Einmal mehr trumpfte der Titelverteidiger vom Team Spirit Racing mit einer Bestzeit im Zeitfahren vor Nico Brügger und Philipp Seewer auf. Im ersten Vorlauf lief es dem designierten Meister dann nicht optimal, musste er sich doch von Laufsieger Seewer und Yannik Brandt auf Rang 3 verdrängen lassen, auch wenn es mit 0,3 Sekunden Rückstand auf den Sieg denkbar knapp war. Im zweiten Vorlauf liess dann der Profi nichts mehr anbrennen und siegte souverän. Im Finale doppelte er mit schnellster Rennrunde nach und verwies Brandt und Seewer auf die übrigen Podestplätze. Der vierplatzierte Cyril Apotheloz wurde wegen Untergewichts disqualifiziert, sodass Fabio Steger, Nico Brügger und Pascal Carigiet nachrückten.

 

Die kleine Kategorie DD2 Master wurde einmal mehr von Alessandro Glauser dominiert. Mit riesigem Vorsprung verwies er seine Verfolger Marco Specker und Gilles Colona, der die Qualibestzeit fuhr, auf P2 und P3.

 

Der sechste und damit letzte Lauf zur Rotax Max Challenge Schweiz 2015 wird am 10. Oktober als stimmungsvolles Heimspiel auf der Kartbahn Wohlen ausgetragen.

 

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